Der Louisenturm
Turm um die Jahrhundertwende....
Turm heute.....

Obwohl es vor und nach dem 18. Jahrhundert schon Turmbauten gab, so ist doch die zweite Hälfte des vorigen Jahrhunderts als das Zeitalter der Türme zu bezeichnen. Vorläufer waren meist hölzerne Aussichtsgerüste, wie auch hier am Geisingberg.
Der Gebirgsverein Altenberg trug sich schon mehrere Jahre mit dem Wunsch, einen massiven Aussichtsturm auf den Berg zu setzen. Dieser Wunsch wurde erst 1891 war.
Baumeister Otto Schmidt aus Dippoldiswalde war es, der den Auftrag annahm und in nur 68 Tagen den Turm erbaute. Er war sogar schon 14 Tage vor der Weihe fertig und Schmidt beschwerte sich über das zögerliche Verhalten des Gebirgsvereins.
Jedoch war das ein Toleranzverhalten, sowohl gegenüber dem Bauwerk (Aushärtung), als auch gegen- über noch möglich auftretender Mängel. Es war eine enorme Leistung und man muß sich in die Zeit hinein versetzen können, um das zu würdigen.
Der Turm ist in Ziegelmauerwerk ausgeführt. Im unteren Drittel ist er mit anstehenden Basalt verblendet. Dies ist ein typisches Zeichen neoromantischer Anschauung, dass bei vielen Türmen, die zu gleicher Zeit entstanden sind, zu beobachten ist.
Der Turm hat einen achteckigen Grundriß mit 4m Durchmesser, der sich bis zur Aussichtsplattform in 18m Höhe um einen halben Meter verjüngt.
Zu erreichen ist diese über eine Wendeltreppe mit 88 Stufen.
Zur Einweihung am 27.September 1891 wurde der Turm zu Ehren der Verlobten des sächs. Thron- folgers (der damaligen Prinzessin von Sachsen) als "Louisenturm" getauft.
1904 wurde Friedrich August III. König von Sachsen. Bereits 1902 hatte jedoch die Prinzessin den Dresdner Hof verlassen. Eine "Königin Louise" hat es also nie gegeben.
Allein deshalb hat sich der Name "Geisingbergturm" durchgesetzt, und es sollte auch so bleiben.

Der Gebirgsverein Altenberg hatte eine glückliche Hand, denn der Geisingbergturm ist zur Landmarke des Osterzgebirges geworden.
Er hat indirekt zum wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt Altenberg beigetragen und seine Aus- strahlung und Anziehungskraft ist bis heute ungemindert.
Ohne größere Reparaturen steht er seit über 100 Jahren auf dem wetterzerzausten Gipfel.

** Dank Allen, die ihn erbauten, erhielten und erhalten werden !! **